Praxisnahe Workshops bei der GBB in Berlin-Lichtenberg

Wir danken Herrn Hahn für die heutigen drei Workshops im Bereich Kasse zur Vorbereitung auf die Prüfung für den Kassenpass.

Unsere Teilnehmer waren mit großer Begeisterung bei der Sache. Das Sprachniveau reichte von B1 bis hin zu Muttersprachlern. Es folgt der Bericht einer Kursteilnehmerin. Ihre Ulrike Gutewort, Schulleiterin am Standort Lichtenberg.

Workshop 1: Kaufvertrag und Geschäftsfähigkeit

Im ersten Workshop zum Thema Kaufvertrag beschäftigten wir uns mit der Rechts- und Geschäftsfähigkeit: Ab welchem Alter ist man geschäftsfähig? Ab wann gilt man als beschränkt geschäftsfähig?

Gemeinsam mit Herrn Hahn arbeiteten wir rund 20 Paragraphen aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) durch und besprachen deren praktische Bedeutung. Zu den einzelnen Gesetzestexten entwickelten wir passende Fallbeispiele aus dem Kassenalltag.

Besonders spannend war der sogenannte »Taschengeldparagraph«. Dabei stellten wir uns die Frage: Woher weiß ich als Kassiererin oder Kassierer, wie viel Taschengeld ein Kind tatsächlich erhält? Der Paragraph besagt, dass ein Kauf mit Mitteln erfolgen muss, die dem Kind zur freien Verfügung überlassen wurden. Gemeinsam erarbeiteten wir praxisnahe Lösungen, wie wir dem Gesetz gerecht werden und gleichzeitig sicher im Supermarktalltag handeln können.

Workshop 2: Verschiedene Arten von Kaufverträgen

Im zweiten Workshop vertieften wir den Abschnitt zum Kaufvertrag und lernten verschiedene Kaufvertragsarten kennen, die ebenfalls im BGB geregelt sind. Begriffe wie »Kaufvertrag auf Probe« waren vielen zuvor nicht bekannt.

Wir stellten fest, dass der oft zitierte Satz »Ein Handschlag zählt« im Geschäftsleben nicht immer ausreicht. Bei bestimmten Kaufverträgen ist eine schriftliche Vereinbarung sinnvoll oder sogar notwendig. Beim »Kaufvertrag auf Raten« beispielsweise muss genau festgehalten werden, wann und in welcher Höhe die Raten zu zahlen sind. Hier spielt die Beweispflicht im Falle späterer rechtlicher Auseinandersetzungen eine wichtige Rolle.

Das Wissen aus dem Kassenpass eröffnet vielfältige berufliche Möglichkeiten: Unsere Absolventen können nicht nur im Discounter, in der Drogerie oder im Späti arbeiten, sondern auch im Restaurant, im Fitnessstudio, in Clubs, im Autohandel oder bei Veranstaltungen und Festivals tätig werden.

Workshop 3: Praktisches Kassentraining

Im dritten Workshop stand das praktische Kassentraining im Mittelpunkt.

Die Teilnehmer lernten zunächst, wie der Arbeitsplatz zu Beginn der Schicht an der Registrierkasse korrekt vorbereitet wird. Ein wichtiger Punkt war der Umgang mit Bargeld. Geld darf niemals öffentlich im Kassenbereich gezählt werden, sondern ausschließlich in einem geschützten Raum. Dieser muss nicht zwingend abgeschlossen sein, jedoch mindestens über eine gesicherte Zugangssituation (z. B. eine Paniktür) verfügen. Herr Hahn demonstrierte diese Vorgehensweise persönlich und erläuterte die Sicherheitsgründe dahinter. Diese Abläufe sind besonders wichtig für die praktische Kassenprüfung, da insbesondere korrekte Kassiervorgänge und Sicherheitsvorschriften dort abgefragt werden.

Feedback zu unserem Trainer

Ich bin sehr zufrieden mit dem Dozenten Herrn Hahn. Er erklärt die Inhalte verständlich und geht auch bei Bedarf mehrfach auf Themen ein, sodass wirklich jeder alles gut nachvollziehen kann. Fragen werden jederzeit ernst genommen und ausführlich beantwortet im Workshop. Besonders positiv ist mir seine freundliche und aufmerksame Art aufgefallen, wodurch eine angenehme Lernatmosphäre entsteht. Man fühlt sich gut unterstützt und motiviert. Insgesamt vermittelt er den Stoff sehr kompetent und engagiert.

J. J.

Herzlichen Dank für den schönen und ausführlichen Bericht und viel Erfolg bei der Prüfung!

 

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