Gemeinsam lernen, ausprobieren und über den Tellerrand schauen

Wie fühlt es sich eigentlich an, im Rollstuhl über eine Rampe gefahren zu werden? Wann fährt man vorwärts, wann lieber rückwärts?

Und worauf kommt es beim sicheren Transfer vom Bett in den Rollstuhl an? Mit genau diesen Fragen beschäftigten sich unsere angehenden Betreuungs- und Pflegekräfte beim praxisnahen Workshop mit unserer Fachtrainerin Susan Haine.

Teilgenommen haben insgesamt 11 engagierte Teilnehmer aus unseren Standorten Lichtenberg und Fürstenwalde – bunt gemischt, mit unterschiedlichen Muttersprachen, Erfahrungen und Vorkenntnissen. Genau diese Vielfalt machte den Tag besonders lebendig.

Rollstuhl-Workshop mit unserer Expertin Susan Haine

Zu Beginn sammelte die Gruppe gemeinsam bekannte Hilfsmittel aus dem Pflegealltag: vom Toilettenstuhl über Duschstuhl, Rollator und Gehstock bis hin zum Gehbock. Schnell wurde klar: Viele Hilfsmittel kennt man zwar vom Sehen – doch im Alltag sicher und richtig damit umzugehen, braucht Übung und Verständnis.

Ein großer Schwerpunkt lag auf dem Aufbau eines Rollstuhls und den Unterschieden zwischen einem klassischen Rollstuhl und einem Pflegerollstuhl. Besonders spannend wurde es bei den praktischen Übungen zum Transfer – also dem sicheren Umsetzen vom Rollstuhl auf einen Stuhl oder ins Bett. Hier konnten alle selbst ausprobieren, wie viel Technik, Kommunikation und Feingefühl dazugehört.

Auch typische Situationen aus dem Pflegealltag wurden anhand von Fallbeispielen besprochen:

  • Worauf muss ich bei Sitzkissen im Rollstuhl achten?
  • Welche Hygieneregeln sind wichtig?
  • Wie betrete ich respektvoll das Zimmer eines schwerhörigen Patienten?
  • Und wie vermittle ich Sicherheit und Vertrauen?

Ein besonderes Highlight war die Selbsterfahrung in Berlin: Die Teilnehmer testeten selbst herausfordernde Alltagssituationen: eine Rampe, eine schwere Tür mit automatischer Schließung und das sichere Fahren mit dem Rollstuhl. Dabei wurde intensiv diskutiert: Darf man einen Patienten beim Herunterfahren einer Rampe fixieren? Wie fühlt sich das für die betroffene Person an? Und wie wichtig ist Kommunikation in solchen Momenten?

Das Fazit des Tages war eindeutig:
Pflege bedeutet nicht nur Wissen, sondern vor allem Übung, Empathie und Teamarbeit.

Oder wie die Gruppe am Ende selbst sagte:
»Wir müssen üben … besonders den Transfer!«

Saskia Lehmann aus Fürstenwalde meint zum Workshop:

»Beim Workshop zum Thema Rollstuhltraining waren vor allem die praktischen Übungen sehr aufschlussreich. Besonders die Veranschaulichung direkt am Rollstuhl, der Transfer in und aus dem Rollstuhl sowie das Üben außerhalb des Schulungsraumes haben mir gefallen. Frau Haine hat das sehr gut umgesetzt. Für zukünftige Workshops wäre es vielleicht hilfreich, ab einer größeren Teilnehmerzahl einen zweiten Rollstuhl bereitzustellen.«

Haben auch Sie Lust auf gemeinsames Lernen und Ausprobieren? Dann kommen Sie doch einfach mal bei uns vorbei und lassen Sie sich begeistern! Wir freuen uns auf Sie!

Ihre Ulrike Gutewort, Schulleiterin am Standort Lichtenberg

 

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