Rückkehr zur Arbeit
Die Rückkehr zur Arbeit nach längerer Abwesenheit erfordert eine gute Vorbereitung durch Kommunikation mit dem Arbeitgeber und evtl. der Arbeitsagentur zur Klärung der Rahmenbedingungen.
Arbeit ist gut für die körperliche und geistige Gesundheit. Arbeit ist eine Art Vorsorge gegen Unwohlsein und für Wohlbefinden. Sie kann davor schützen, dass man sich wieder schlechter fühlt.
Aus der Forschung ist bekannt, dass es schlechte Auswirkungen auf die körperliche und psychische Gesundheit hat, wenn man länger als sechs Monate ohne Arbeit ist. Je länger man nicht arbeitet, umso höher ist das Risiko für die Gesundheit.
Wenn man eine Arbeit oder Aufgabe verrichtet, die den eigenen Bedürfnissen entspricht und vom Arbeitgeber und dem Umfeld unterstützt wird, fördert das die seelische Gesundheit.
Arbeit gibt das Gefühl der Normalität. Man darf auch einmal kein Patient sein. Weil man sich so weniger krank fühlt, kann Arbeit ein Zeichen für Genesung sein.
Arbeit schafft Teilhabe am Leben.
Arbeit gibt dem Tag Struktur: Im Tagesablauf und im Wechsel von Woche und Wochenende. Das ist besonders wichtig für Menschen im erwerbsfähigen Alter, die eine psychische Krise hatten.
Durch Arbeit bekommt man ein Gefühl für das eigene Leistungsvermögen und Können. Sie schafft Erfolgserlebnisse. Das stärkt das Selbstvertrauen. (Vielleicht ist man kurz nach einer psychischen Krankheit weniger leistungsfähig und kann sich schlechter konzentrieren. Aber durch mehr Übung und Routine fällt es mit der Zeit leichter.)
Arbeit schafft soziale Kontakte. Wer arbeitet, fühlt sich nicht isoliert, hat Selbstvertrauen, behält die erlernten Fähigkeiten und baut sie aus.
Arbeit sichert die Lebensgrundlage.
Arbeit wird bezahlt. Das macht unabhängig. Wer sich noch nicht bereit fühlt, eine Tätigkeit in Vollzeit anzunehmen, kann auch langsamer starten, zum Beispiel mit einer Teilzeittätigkeit.
Ihr Dr. Peter Schmidke
16.02.2026, Rubrik: Bemerkungen, GBB-Aktuell, Kommentar schreiben,












