Zusammenhang von psychischer Instabilität und Verlust oder Mangel an sozialen Kompetenzen

Besonders häufig zeigen sich psychische Störungen bei Menschen in der Kommunikation.
Betroffene können sich nicht adäquat mitteilen, erweisen sich in der Folge als aggressiv, feindselig oder auch als überangepasst und isoliert. Sie fühlen sich missverstanden oder es fehlt an Empathie gegenüber anderen Menschen, die sie durch ihr Verhalten kränken.
Mit dem Begriff »soziale Kompetenzen« bezeichnen wir die Fähigkeit, soziale Beziehungen in der Familie, unter Freunden und am Arbeitsplatz angemessen zu pflegen. Dazu gehört immer das richtige Maß zwischen Geben und Nehmen, Mitteilen und Zuhören, Anspruch und Kompromiss. Wird jedoch das eigene Verhalten durch eine psychische oder psychosomatische Störung beeinflusst, fällt es den Betroffenen verständlicherweise schwer, eine angemessene Balance zu finden und zu halten.
Ein soziales Kompetenztraining hilft dann den Betroffenen, die eigenen Verhaltensweisen kritisch zu reflektieren und neue Strategien im Umgang sowie in der Kommunikation mit anderen Menschen zu entwickeln. In Gruppen- und Paartherapien sowie in Familiengesprächen lässt sich dies besonders gut einüben.
Psychische Instabilität hat ihre Ursache häufig in einer gestörten Kommunikation innerhalb der familiären Beziehungen und/oder am Arbeitsplatz. Die Gruppentherapie wie auch Paar- und Familiengespräche eignen sich deshalb besonders gut, eine andere Art der Kommunikation zu erlernen.
Themen, an denen Klienten häufig arbeiten, sind beispielsweise:
- Wie kann ich meine Empfindungen angemessen ausdrücken?
- Wie kann ich lernen, besser auf andere einzugehen?
- Wie bekomme ich meine Aggressionen in den Griff?
- Wie kann ich lernen, nein zu sagen, ohne jemanden zu verletzen?
- Wie gehe ich mit Lob und Kritik um?
Im Vordergrund stehen zudem typische Situationen, in denen sich das Fehlen sozialer Kompetenzen als besonders störend erweist. Dazu gehören die Themenblöcke:
- soziale Beziehungen gestalten
- Umgang mit der Krankheit
- Freiräume durchsetzen und Freiräume zubilligen
- konstruktiv streiten
- Gefühle angemessen äußern
- Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein aufbauen und vermitteln
Das soziale Kompetenztraining der GBB umfasst die Auseinandersetzung mit eigenen unerwünschten Verhaltensweisen und den Versuch, diese zu verstehen, um sie aktiv verändern zu können. Basis dafür sind Gespräche, Rollenspiele und Aufgaben, auf die sich unsere Teilnehmer außerhalb des Coachings konzentrieren.
Viel Erfolg!
Ihr Dr. Peter Schmidke
02.02.2026, Rubrik: Artikel, GBB-Aktuell, Kommentar schreiben,












